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Ein Denkmal für DeserteureSeite
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Bereits im Oktober 1914 – so berichtet der Erzähler – trieben
Offiziere die Soldaten, die sich weigerten, erneut sinnlos gegen
die englischen MG-Stellungen anzurennen, mit gezückten Pistolen
aus den Gräben. Die vielbeschworene „Frontgemeinschaft“ entpuppt
sich als ein Mythos – allerdings als ein sehr wirkungsvoller,
durch den die Legende vom Dolchstoß der Heimat in den Rücken der
kämpfenden Truppe nach 1918 überhaupt erst Glaubwürdigkeit
erlangen konnte.
Immer wieder überrascht bei Lektüre dieser Erinnerungen, wie
gegenwärtig die Kriegsereignisse dem Verfasser auch nach einigen
Jahren noch waren. Sie müssen sich wie ein Film seinem
Gedächtnis eingeprägt haben. Und genauso wie er die Bilder von
Tod und Zerstörung in sich aufgenommen hat, werden sie
wiedergegeben – mit vor Entsetzen geweiteten Augen: „Die Toten
waren zum Teil entsetzlich anzusehen, teils lagen sie auf dem
Gesicht, teils auf dem Rücken. Blut, verkrallte Hände, verglaste
Augen, verzerrte Gesichter. Viele hielten die Gewehre krampfhaft
in der Hand, andere hatten die Hände voll Erde oder Gras, das
sie im Todeskampf ausgerissen hatten.“
Oder: „Neben einem Weidengebüsch sah ich einen toten
Franzosen, der bereits in Verwesung übergegangen war. Die Stirne,
welche von einem Granatsplitter aufgerissen war, schaute zum
Wasser heraus und war mit Maden und Würmern bedeckt.“ – „Etwas
rechts vor meiner Schießscharte lag ein deutscher Soldat auf dem
Gesicht, den Kopf gegen mich. Der Helm war ihm beim Sturze vom
Kopf gefallen, die Haut mit den Haaren war infolge der Fäulnis
herabgerutscht, und die vom Regen und von der Sonne gebleichte
Hirnschale war in der Größe einer Hand sichtbar. In der einen
Hand hielt er noch das rostige Gewehr mit dem Bajonett, das
Fleisch war bereits von den Fingern weggefault, und die Knöchel
sahen hervor. Besonders des Nachts war es ganz unheimlich, den
weißen Schädel vor mir zu sehen.“
Die Nahsicht auf furchtbar verstümmelte Verwundete und Tote,
auf Skelette in Drahtverhauen und im Schlamm der Schützengräben
versinkende Leichen erinnert an Photographien, wie sie etwa
Ernst Friedrich in dem von ihm herausgegebenen Band „Krieg dem
Kriege“ (1924) gesammelt hat. Dabei ging es Dominik Richert
allerdings nicht nur darum, den Krieg zu entheroisieren, sein
wahres Gesicht hinter aller vernebelnden patriotischen
Phraseologie zu enthüllen, sondern zugleich um eine psychische
Verarbeitung der eigenen Kriegserlebnisse. Manches spricht für
die Annahme, daß er sich von den bedrängend nahen, ihn
peinigenden Erinnerungen zu befreien suchte, indem er sich zwang,
sie möglichst detailgetreu und ungeschönt niederzuschreiben.
Wahrscheinlich konnte der Autor seine Kriegserinnerungen nur
so verarbeiten, weil er selbst im Kriege seine humane
Orientierung nicht verloren hatte. Inmitten der allgemeinen
Verrohung und Brutalisierung, die das Leben unter den
Bedingungen des Schützengrabens mit sich brachte, bewahrte er
sich auf eine einfache Art seine Menschlichkeit. So half er
verwundeten Franzosen, rettete wehrlose Gefangene vor
Erschießung durch Kameraden, denen schon nach wenigen Wochen
Krieg jede Tötungshemmung abhanden gekommen war. Die Soldaten
der Gegenseite waren für Dominik Richert keine Feinde, die man
vernichten mußte, sondern „arme Menschen“, „bedauernswerte
Familienväter“. Nicht ihnen galt sein Haß, sondern den hohen
Offizieren, die offensichtlich Spaß am blutigen Geschäft fanden,
von Entbehrungen und Opfern redeten und selbst wohlgenährt in
der sicheren Etappe, weitab von der Front, saßen.
Dominik Richert wollte nicht töten, aber auch nicht getötet
werden – im Krieg ein kaum auflösbares Dilemma. Nicht ohne eine
Spur Schwejkscher Verschmitztheit schildert er die Strategien,
mit denen er seine Überlebenschancen zu verbessern suchte, etwa
indem er sich bei einem Angriff in die Büsche schlug oder sich
scheinbar unabsichtlich für ein paar Tage von der Truppe
entfernte. Dennoch geriet er immer wieder in lebensbedrohliche
Situationen – einmal durchschlägt ein Granatsplitter seinen
Gewehrkolben, ein anderes Mal streift eine Kugel den Stahlhelm.
Bereits im November 1914, nach dem furchtbaren Stellungskrieg in
Flandern, ist seine Kompanie auf ganze 24 Mann
zusammengeschmolzen; im März 1918 bleiben von den Angehörigen
seiner Minenwerferkompanie noch vier übrig. „Ich glaubte, auch
mein letztes Stündlein habe geschlagen“, lesen wir immer wieder
in diesem Bericht eines Überlebenden, der mehrfach wie durch ein
Wunder dem Tod entrann.
Im Juli 1918 entschloß sich Dominik Richert, endlich wahr zu
machen, womit er schon kurz nach Kriegsausbruch geliebäugelt
hatte: Er lief zu den Franzosen über – einer der Soldaten, die
im Kriege „Fahnenflucht“ begingen, in den Augen der
preußisch-deutschen Militärjustiz ein besonders
verabscheuungswürdiges Verbrechen. Bis heute werden Deserteure
in weiten Kreisen der Öffentlichkeit als Feiglinge und
Drückeberger betrachtet. Aber vielleicht sollten wir uns
angewöhnen, sie endlich mit anderen Augen zu sehen. Mit seinen
ganz und gar unheroischen Kriegserinnerungen hat Dominik Richert
nicht nur sich selbst, sondern auch den vielen anderen
namenlosen deutschen Deserteuren ein Denkmal gesetzt.
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Un mémorial aux déserteursPage
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En Octobre 1914 - que les rapports narrateur - officiers
excessives, les soldats, qui ont refusé d'exécuter à nouveau inutile
contre les positions d'artillerie anglaises, avec des pistolets tirés
des tranchées. Le très
vanté «communauté avant" s'avère être un mythe - mais comme un moyen
très efficace, par laquelle la légende du coup de poignard dans le dos
de l'accueil de troupes de combat après 1918 ne pourrait jamais gagner
en crédibilité.
Toujours surpris en lisant ces mémoires, comme les événements
actuels de guerre de l'auteur, même après plusieurs années étaient. Vous
devez aimer un film a impressionné son mémoire. Et
tout comme il a enregistré les images de mort et de destruction, ils
sont lus - les yeux écarquillés d'horreur: «Les morts étaient parfois
terrible à voir, certains d'entre eux étaient sur le visage, en partie
sur le dos. Sang, mains
griffues, yeux de verre, des visages déformés. Beaucoup
ont pensé que les canons convulsivement dans sa main, d'autres avaient
les mains pleines de terre ou d'herbe qu'ils avaient sorti à l'agonie.
"
Ou encore: «En plus d'un saule buissons, j'ai vu un Français
mort, qui avait déjà passé en décadence. Le
front, qui a été déchiré par des éclats d'obus, donnait sur l'eau et a
été couverte d'asticots et les vers. "-" Quelque chose de juste en
face de mon échappatoire était un soldat allemand sur le visage, la
tête contre moi. Le casque
était tombé dans le renversement de la tête, la peau avec les cheveux
avait glissé à la suite de la putréfaction, et la pluie et le soleil
crâne blanchi était visible dans la paume de votre main. Dans
une main il tenait encore l'arme rouillée avec la baïonnette, la
viande était déjà pourri des doigts et des chevilles regarda
dehors.Surtout le soir, c'était assez effrayant de voir le crâne blanc
en face de moi. "
Le naufrage de la vision de près terriblement mutilé morts et de
blessés sur des squelettes en fil de fer barbelé et de boue des
organismes de tranchées qui rappellent de photographies, comme celles
recueillies Ernst Friedrich «guerre contre la guerre" (1924) publié
par lui dans le groupe. Il
a toutefois été Dominik Richert pas seulement sur le entheroisieren
guerre pour révéler son vrai visage derrière tout phraséologie
patriotique nébulisation, mais aussi un traitement psychologique de
ses propres expériences de la guerre de chacun. Il
existe certaines preuves pour croire qu'il cherchait à se libérer de
l'oppression près de le tourmenter souvenirs, se forçant à les écrire
et de détail graveleux que possible.
Probablement l'auteur pouvait gérer ses souvenirs de guerre
seulement parce qu'il s'était pas perdu son orientation humaine dans
la guerre. Au milieu de la
brutalité généralisée et brutalisant que la vie apportée dans les
conditions des tranchées avec lui, il a gardé un genre simple de son
humanité. Donc, il a aidé
blessé français, secouru par des camarades prisonniers sans défense
avant de tirer, ce qui au bout de quelques semaines de guerre avait
perdu toute inhibition de tuer. Les
soldats étaient sur le côté opposé Dominik Richert pas d'ennemis que
vous aviez à détruire, mais «pauvres», «pères pitoyables". Eux
n'était pas sa haine, mais les officiers supérieurs qui ont évidemment
profitent de l'entreprise sanglante, a parlé des difficultés et des
sacrifices, et même bien nourris dans la scène sécuritaire, loin du
front, sat.
Dominik Richert ne voulait pas tuer, mais ne sont pas tués -
dans une guerre dilemme difficilement résoluble. Non
sans malice Schwejkscher trace il décrit les stratégies par lesquelles
il cherchait à améliorer ses chances de survie, comme il est frappé
par une attaque dans les buissons ou involontairement apparemment
absent pendant quelques jours par les troupes. Néanmoins,
il revenait toujours à des situations potentiellement mortelles - une
fois par un éclat d'obus frappe la crosse de son fusil, une autre fois
une balle touche le casque d'acier. Retour
en Novembre 1914, après la guerre de tranchées épouvantable en
Flandre, son entreprise a été réduit à un plein 24 homme; rester en
Mars 1918 par les membres de sa compagnie de quatre lanceurs de mines
laissées. "Je pensais que
ma dernière heure était également battu», nous lisons encore et encore
dans ce rapport d'un survivant qui a échappé à plusieurs reprises, par
quelque miracle de la mort.
En Juillet 1918 a décidé Dominik Richert pour faire se réaliser
ce qu'il avait déjà flirté peu de temps après le déclenchement de la
guerre: il courut à la plus française - une de la désertion des
soldats commis durant la guerre aux yeux de la justice militaire
prussien-allemand particulièrement crime ignoble. À
ce jour, les déserteurs sont largement considérés par le public comme
des lâches et des planqués. Mais
peut-être que nous devrions nous habituer à voir enfin avec des yeux
différents. Avec sa guerre
totalement héroïque souvenirs Dominik Richert a non seulement
eux-mêmes, mais aussi les nombreux autres déserteurs allemands
anonymes d'un monument.
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